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End User Development

Definition

Der Begriff End User Development drückt aus, dass Endbenutzer ohne Programmierkenntnisse ihre Software selbst an ihre Bedürfnisse und Anforderungen anpassen und so aktiv ihre Software zur Laufzeit gestalten, verändern und ergänzen können. Das Ziel der End User Development Forschung ist es, Technologien und Methoden zu entwickeln, durch die es möglich wird, Software flexibler zu gestalten, so dass der Endbenutzer sie nicht nur leicht anwenden, sondern auch leicht an seine eigenen Bedürfnisse anpassen kann. [1]

Der Endbenutzer kann die Dienste, die er von einer Software benötigt, auswählen, anwenden und Anpassungen daran vornehmen. Dazu muss der Endbenutzer in der Lage sein auf einfache Weise die Flexibilisierungsmöglichkeiten seiner Software zu verstehen und erlernen zu können. Es ist überall dort anzutreffen, wo Endbenutzer Software entwickeln oder Veränderungen an bestehender Software vornehmen. Die Benutzer bauen ihre Anwendungen selbst bedarfsgerecht zusammen, passen sie an und entwickeln sie weiter.

Es lassen sich zwei Komplexitätsstufen des End User Developments unterscheiden: Auf niedriger Komplexitätsstufe kann der Endbenutzer seine Benutzeroberfläche individualisieren, d.h. an eigene Vorlieben anpassen, zum Beispiel in dem er die Hintergrundfarbe seiner Anwendungen ändert oder die Menü-Icons (beispielsweise in Office Anwendungen) umsortiert. Diese Möglichkeiten erlauben es Endbenutzern die Software auf die eigenen Bedürfnissen einzustellen, wobei die Möglichkeiten im Vorhinein festgelegt wurden, da sie bereits während des Softwareentwurfs berücksichtigt werden müssen. Die höhere Komplexitätsstufe des End User Developments umfasst die Erstellung und Modifikation von Software. Dies kann beispielsweise mittels visueller oder natürlicher Programmierung sowie Skriptsprachen erfolgen. Endbenutzer könnten beispielsweise Makros programmieren, um Tabellen in einer Kalkulation automatisch umzuordnen oder sie könnten mittels visuellen Programmiersprachen selbst Anwendungen entwickeln und verändern. [2]

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Verweise/Literatur

[1] Fraunhofer FIT, Fraunhofer FIT - KaMobile, 2006. http://www.fit.fraunhofer.de/projekte/kamobile/index.xml?aspect=enduser Abruf am: 02.11.2006.

[2] M. Won, O. Stiemerling, and V. Wulf, “Component-Based Approaches to Tailorable Systems,” in End-User Development (H. Liebermann, F. Patern`o, and V. Wulf, eds.), ch. 6, pp. 115–141, Springer, 2006.

-- ChristianDoerner - 02 Mar 2007
Topic revision: r4 - 16 Oct 2007, ChristianDoerner
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