Model-Based Development

Die Entwicklungsumgebung PARAKLET

Ein gutes Beispiel für das Prinzip des Model-Based Developments ist das, vom Kölner Systemhaus Paragon entwickelte, Software-Entwicklungsframework namens PARAKLET, welches im Rahmen iterativer Software-Entwicklungsprozesse ein möglichst effizientes Prototyping ermöglichen soll. Integraler Bestandteil der PARAKLET-Entwicklungsumgebung ist dabei insbesondere ein so genanntes Mapping-Werkzeug, welches eine frühzeitige Verknüpfung (= Mapping) von prototypischen Benutzungsoberflächen (GUI) mit Objekt- und Datenmodellen ermöglicht. PARAKLET stellt dazu eine Reihe von Werkzeugen und Entwicklungs-Bibliotheken bereit, die es selbst wenig erfahrenen Java-Programmierern ermöglichen sollen, schon nach kurzer Schulungs- und Einarbeitungszeit, fehlerfreie und lauffähige Prototypen zu entwickeln.

Die lauffähigen Prototypen sind bereits mit einer konsistenten Datenbasis verknüpft und ermöglichen somit schon in frühen Prototyping-Stadien eine testweise Anwendung des entstandenen prototypischen Systems.

Anders als bei den, aus klassischen iterativen Prototyping-Verfahren bekannten, Mock-Ups und Beispiel-Oberflächen, handelt es sich bei den von Paragon bereitgestellten Artefakten nicht um sogenannte „Throw-Away“-Prototypen, sondern um bereits lauffähige erste Anwendungen. Statt von Prototypen wird daher auch eher von „lokalen Systemen“ gesprochen, die als „stand-alone“-Lösungen bereits lauffähig sind. Sobald diese prototypischen „lokalen Systeme“ eine hinreichend befriedigende Qualität erreicht haben, brauchen sie zur Fertigstellung der Anwendung, nur noch in eine bestehende Systemarchitektur einer Anwenderorganisation integriert werden.

-- BjoernBorggraefe - 21 Feb 2007
Topic revision: r3 - 21 Feb 2007, BjoernBorggraefe
This site is powered by FoswikiCopyright © by the contributing authors. All material on this collaboration platform is the property of the contributing authors.
Ideas, requests, problems regarding Foswiki? Send feedback