Benutzung der VMWare Server Console

Dieser Artikel beschreibt die wesentlichen Funktionen der VMWare Server Console. Die Installation der Software wird in diesem Artikel beschrieben: VMWareServerConsoleInstallationWindows.

Login

Die Abbildung zeigt den Anmeldebildschirm der VMWare Server Console.

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Als Host muss die folgende Maschine eingetragen werden: vm1.wineme.fb5.uni-siegen.de. Als Benutzername und Passwort sind die zugeteilten Daten zu verwenden. Nach der erfolgreichen Anmeldung sollte in etwa folgendes Bild zu sehen sein.

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Auf der linken Seite befindet sich das Inventory. Dort sind alle für den Nutzer zugänglichen virtuellen Maschinen zu sehen. Die kleinen grünen Pfeile symbolisieren, dass die jeweilige virtuelle Maschine zurzeit läuft. Durch einen Doppelklick lässt sich die Maschine öffnen. Das unten dargestellte Bild zeigt den Bildschirm der geöffneten und laufenden Maschine Windows XP (surf).

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In der Symbolleiste befinden sich unter anderem die folgenden Funktionen, zur Kontrolle der geöffneten virtuellen Maschine:
  • Stopp: Fährt die virtuelle Maschine herunter (je nach Konfiguration wird der Shutdown-Befehl simuliert oder das Drücken des Netzschalters)
  • Pause: Bringt die Maschine in den Stand-by Modus
  • Start: Schaltet die Maschine ein
  • Reset: Gleichbedeutend mit dem Reset-Knopf am Gehäuse

Erzeugen einer neuen virtuellen Maschine

Nachfolgend wird ausführlich beschrieben, wie mittels des Assistenten in sechs Schritten einen neue virtuelle Maschine erzeugt werden kann.

1. Schritt: Starten des Wizzards

Über den Menüeintrag File > New > Virtual Machine lässt sich der Wizzard starten.

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2. Schritt: Konfiguration auswählen

Im unten dargestellten Dialog sollte Typical als Virtual machine configuration ausgewählt werden. Die Einstellung Custom erlaubt weitere Einstellungen, die bei Bedarf noch jederzeit geändert werden können.

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3. Schritt: Auswahl des Betriebssystems

Als nächstes muss das Betriebssystem ausgewählt werden, das in die virtuelle Maschine installiert werden soll. In diesem Fall wurde Windows XP Professional ausgewählt. Bei der Installation eines Debian Systems ist zu beachten, dass hierfür kein eigener Eintrag existiert. Die Einstellung Other Linux 2.6.x kernel oder Other Linux 2.4.x kernel kann an dieser Stelle jedoch verwendet werden.

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4. Schritt: Name der virtuellen Maschnine

An dieser Stelle muss der Name der virtuellen Maschnine eingetragen werden. Achtung: Dieser Name muss eindeutig sein, d. h. er darf nicht bereits vergeben sein. Als Location sollte die Standardeinstellung beibehalten werden. Der Pfad muss immer mit /vmware beginnen.

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5. Schritt: Netzwerk Typ auswählen

Als Network connection sollte immer Use bridged networking ausgewählt werden. Wenn diese Einstellung gewählt wurde, bekommt die virtuelle Maschine eine eigene IP-Adresse und muss diese nicht mit dem physischen Host teilen. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn die virtuelle Maschine später über das Netzwerk angesprochen werden soll.

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6. Schritt: Festplatten Kapazität

Im letzten Schritt muss die Größe der virtuellen Festplatte bestimmt werden. Die Größe kann im Nachhinein nicht mehr verändert werden. Also bedenkt vorher bitte genau, wie groß die virtuelle Platte sein muss. Dies soll jedoch kein Aufruf zum Größenwahn sein. Bedenkt bitte, dass die Festplattenkapazität des physischen Servers nicht unendlich groß ist. Damit ihr nicht unnötig viel Platz verschwendet, sollte eine virtuelle Festplattenkapazität von 5-10 GB in den meisten Fällen ausreichend sein. Über die Check-Box Allocate all disk space now kann festgelegt werden, ob die Speicherkapazität der zu erstellenden virtuellen Festplatte direkt auf dem physischen Host reserviert werden soll. Wird dies, wie im angegebenen Beispiel nicht gemacht, wächst die virtuelle Festplatte mit zunehmenden Daten bis zur maximalen Kapazität an. Diese Einstellung hat jedoch gewisse Performance-Einbußen zur Folge. Die Option Split disk into 2 GB files sollte stets aktiviert bleiben.

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Nach dem Klick auf den Fertig stellen Button befindet sich die neue virtuelle Maschine (hier My Windows XP) im Inventory der VMWare Server Console. Die Registerkarte der virtuellen Maschine gibt Auskunft über deren Hardwarekonfiguration: Memmory, Hard Disk, Ethernet, etc.

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Anmerkung: Die soeben angelegte virtuelle Maschine hat zunächst den Status Private. Das heißt, dass ihr nur mit eurem Benutzer-Account auf die virtuelle Maschine zugreifen könnt. Alle anderen Benutzer haben hierzu keine Berechtigung. Sollte es notwendig sein, dass mehrere Benutzer über die WMWare Server Console auf die virtuelle Maschine zugreifen können, so kann dies folgendermaßen geändert werden: Rechts Klick auf die virtuelle Maschine > Settings... im Options Tab gibt es den Permissions Eintrag. Dort kann angegeben werden, dass die virtuelle Maschine für alle Benutzer zugänglich sein soll.

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Installation des Gastsystems

Nachfolgend wird beschrieben, wie sich das Gastsystem (hier Windows XP Professional) in die zuvor erstellte virtuelle Maschine installieren lässt. Dazu sind diese drei Schritte notwendig.

1. Schritt: Floppy abschalten

Mittels Rechts Klick auf die virtuelle Maschine > Settings... findet man unter dem Hardware Tab den Eintrag Floppy. Dort sollte die Check-Box Connect at power on deaktiviert werden, weil sonst bei jedem Start der virtuellen Maschine die Meldung hochkommt, dass auf das Diskettenlaufwerk nicht zugegriffen werden kann.

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2. Schritt: CD-ROM konfigurieren

Im selben Fenster lässt sich über den Eintrag CD-ROM das CD-ROM-Laufwerk der virtuellen Maschine konfigurieren. Dort muss der Radio-Button Use ISO image aktiviert werden. Über die Browse... Funktion lässt sich das CD-Image der Installationsquelle auswählen. Auf dem Server befinden sich bereits diverse Images von verschiedenen Linux-Distributionen als auch ein Image einer Windows XP Professional CD (ohne Key; diesen bitte selbst besorgen). Die Images befinden sich im Verzeichnis /vmware/images/....

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3. Schritt: Virtuelle Maschine starten

Wurde ein geeignetes CD-Image ausgewählt, so kann über den Start-Button in der Symbolleiste die virtuelle Maschine gestartet werden.

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Die Installation erfolgt dann komplett über die VMWare Server Console. Nach der Installation sollte das CD-ROM wieder umgestellt werden, damit nicht immer gleich die Installations-CD gestartet wird. Die passende Einstellung ist Use physical drive > auto detect.

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Achtung: Ihr seid für die Sicherheit eurer virtuellen Maschine alleine verantwortlich. Wählt also bitte sichere Passworte, installiert Firewalls und Virenscanner. Weiterhin solltet ihr euch im Klaren darüber sein, dass es sich bei dem physischen Server um eine Testmaschine handelt. Das heißt, es gibt keine Garantie, dass die Maschine lückenlos verfügbar ist.

-- ChristianDoerner - 14 Dec 2006
Topic revision: r7 - 24 Mar 2010, TimmWunderlich
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